REVIEWS UND EXPERTENMEINUNGEN Bluehost

Ben Sarid
Ben Sarid
Experte für Web-Hosting
Bluehost bietet bei den grundlegenden Funktionen einen guten Service und auch die Benutzerfreundlichkeit stimmt, aber meine Konversationen mit dem Kundenservice waren extrem enttäuschend. Da die Preise nun auch nichts Besonderes sind, würde ich persönlich zu anderen Hostern raten.

Übersicht

Kann sich Bluehost im derzeit überfüllten Webhost-Markt noch behaupten?

Bluehost ist in Ordnung, aber nicht gut genug. Bluehost ist schon ein ordentlicher Webhost, aber es gibt ganz einfach bessere Anbieter mit qualitativ höherem Hosting und günstigeren Preisen. Ein Beispiel an dieser Stelle ist Hostinger.

Der Anbieter ist mehr als 20 Jahre im Hosting-Geschäft und deswegen hat sich Bluehost definitiv einen Namen gemacht.

Ist das aber auch ein guter, fragst Du Dich vielleicht gerade? Das konnt darrauf an, wen Du fragst. Einige loben den Anbieter als zuverlässig und benutzerfreundlich, aber andere im Internet sind weniger nett.

Die Services der Firma stehen auf Englisch zur Verfügung und das Unternehmen bietet Shared Hosting, VPS und auch dedizierte Hosting-Lösungen an. Leider macht Bluehost keine Angaben darüber, wo die Rechenzentren stehen, obwohl der Anbieter über 2 Millionen Websites hostet.

Ich wollte Bluehost selbst ausprobieren und habe das grundlegende WordPress-Paket gekauft. Nun konnte ich den Service testen und teile meine gesamten Erfahrungen mit Dir. Ich werde meine Meinung auch ehrlich kundtun.

Es war eine ziemlich einzigartige Erfahrung. Ich habe bei Bluehost Dinge gesehen, die mir bei anderen Webhostern so nicht untergekommen sind. Genauer gesagt habe ich sie bei keinem anderen Unternehmen gesehen.

Betreibst Du online Recherche über Bluehost, dann stellst Du fest, dass viele Websites den Anbieter recht hoch bewerten. Ich glaube, dass das weniger mit einer ehrlichen Meinung über Bluehost zu tun hat. Ich schätze, dass es eher an den großzügigen Provisionsprogrammen liegt, die Bluehost bietet. Wir sehen uns den Service etwas genauer an und prüfen, ob er sein Geld wirklich wert ist.

Nun wollen wir herausfinden, ob Bluehost Deine Website mit der Geschwindigkeit, den Funktionen, der Verfügbarkeit und dem Kundenservice versorgen kann, die sie verdient. Bist Du bereit? Dann legen wir los.

Funktionen

4.2
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Bluehost deckt die Grundlagen ab

Die Liste mit den Funktionen solltest Du immer skeptisch betrachten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Website Hoster die Vorteile von cPanel als „Spezialfunktionen“ angeben. Allerdings sieht die Realität so aus, dass es fast mit allen Hosting-Paketen angeboten wird.

Welche Funktionen würde ich gerne sehen? Natürlich die wichtigen. Zum Beispiel ein Content Delivery Network (CDN) Service, der sowohl Verfügbarkeit der Website als auch die Geschwindigkeit weltweit verbessert. Eine integrierte Firewall und eine Sicherheits-Suite, damit sowohl Besucher als auch Website optimal geschützt sind.

Leider gehören die von Bluehost beworbenen Funktionen zur ersten Liste. Wir sehen sie uns gleich genauer an und das wird uns einigen Spaß bereiten. Vorher müssen wir Bluehost aber auch etwas loben.

Alle Pakete sind üppig mit Ressourcen ausgestattet. Es gibt unter anderem 50 GByte an Speicherplatz bei einfachen Paketen. Ich habe andere Grundpakete gesehen, in denen gerade 500 MByte enthalten waren. Für eine mittlere Website reicht das natürlich aus. Es ist sogar genug für einen E-Commerce-Shop mit mehreren hundert Produktbildern in HD-Qualität.

Bei jedem Hosting-Paket von Bluehost bekommst Du nachfolgende Funktionen:

SSL-Zertifikate sorgen für die Sicherheit Deiner Besucher

Alle Pakete von Bluehost enthalten ein SSL-Zertifikat. Nun muss man auch sagen, dass SSL eine Art Standardprozedur bei den meisten Website-Hoster ist, aber dennoch ist es erwähnenswert.

SSL-Zertifikate aktivieren ein wunderbares Schloss in der Adressleiste. Sie verschlüsseln die Verbindungen Deiner Besucher und garantieren Echtheit der Daten, die zwischen dem Server und den Besuchern transferiert werden.

Warum ist das so wichtig? Weil Du ohne keinen E-Commerce-Shop betreiben kannst. Weiterhin hat Google zugegeben, dass Websites mit aktiviertem SSL in den Suchergebnissen ein besseres Ranking bekommen. Haben es Deine Konkurrenten und Du nicht, dann rate Mal, wer an zweiter Stelle stehen wird.

Um das SSL-Zertifikat zu installieren, musst Du den Kundenservice kontaktieren. Das ist gar nicht so einfach, wie Du denkst. Sobald Du aber danach gefragt hast, kümmert sich das Unternehmen darum.

Automatische Installation von WordPress und Updates

Die Installation von WordPress ist nicht schwer. Früher war das ziemlich nervig, aber heute gibt es Ein-Klick-Mechanismen, die sich schnell darum kümmern. Trotzdem ist es toll, dass jedes WordPress-Paket von Bluehost mit vorinstalliertem WordPress ausgeliefert wird. Du musst nicht einmal cPanel aufrufen.

Weiterhin übernimmt Bluehost die Updates für Dich. Updates sind nicht kompliziert, weil Du meistens nur auf eine Schaltfläche „Update“ klicken musst. Allerdings vergisst man sie gerne.

Eine detaillierte To-Do-Liste für jede neue Website

Für mich ist das eine der tollsten Funktionen, die Bluehost zur Verfügung stellt. Ich weiß nicht, warum sie das Unternehmen niemals erwähnt oder sogar damit wirbt.

Das Gestalten einer Website ist ein Prozess. Wie bei allen Prozessen kann man sich leicht verzetteln. Die ersten Schritte sind klar – Du musst WordPress auf Deinem Server installieren und eine Domain verbinden. Was passiert aber danach?

Das Design Deiner Seiten ist ein Schritt. SEO-Einstellungen und -Optimierungen gehören auch dazu. Die Gefahr ist aber groß, dass Du Dich schnell verzettelst. Ich dachte Mal, dass ich eine Website fertiggestellt hätte. Nachts bin ich dann plötzlich aufgewacht und mir ist eingefallen, dass ich keine Datensicherung konfiguriert habe.

Direkt nach der Einrichtung Deines Kontos wird Dir das Dashboard von Bluehost eine To-Do-Liste präsentieren, die alle notwendigen schritte enthält. Hast Du einen schritt abgeschlossen, hake ihn entsprechend ab und mach weiter. Nichts ist einfacher, als Dinge auf einer Liste abzuhaken, oder? Einfacher wird es wirklich nicht.

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In der Liste befinden sich alle Punkte, die ich bereits erwähnt habe. Weiterhin findest Du Hinzufügen von Anwendern, Verbesserung der Leistung, dem Scannen nach bösartigen Dateien und so weiter. Du kannst aber einfach auch auf „Let‘s Go“ neben den einzelnen Punkten klicken und wirst dann zur entsprechenden Seite weitergeleitet.

Gestaltest Du zum ersten Mal eine Website, dann wird diese Liste auf jeden Fall ein Segen sein.

Bluehost bietet Dir aber auch einige Nicht-Funktionen

OK, wir waren nett, aber nun wollen wir etwas Spaß haben. Bluehost wirbt auf der Hosting-Seite für WordPress mit einer Liste an „Funktionen“, die man einfach nicht ignorieren kann.

Hast Du gewusst, dass Bluehost die „neueste und sicherste WordPress-Version installiert“? Das ist hervorragend, denn ich habe eine alte, veraltete und wenig sichere Version erwartet. Ich kann mich jetzt schon glücklich schätzen!

Ein weiteres Juwel ist, dass Bluehost Zugriff auf “mehrere hundert Themes” zur Verfügung stellt, kostenfrei und Premium. Genau das ist eigentlich der Gedanke hinter WordPress. Designer und Entwickler gestalten Themes für die Plattform, die Du dann auf Deiner eigenen Website einsetzen kannst. Das ist keine Funktion von Bluehost, sondern eine von WordPress.

Mein Favorit ist allerdings „Sichere Konfiguration der Anmeldedaten“. Dank dieser Funktion kannst Du bei Bluehost sogar Deine Anmeldedaten ändern und ich zitiere „Du hast die Wahl“. Bei Bluehost darfst Du Dein eigenes Passwort wählen! Warum hat bisher noch keiner an so eine Funktion gedacht?

Nimmt man es genau, dann bedeutet die letzte Funktion sogar mehr Arbeit für Dich. Der Anbieter könnte Dir auch gleich zu Beginn Dein eigenes Passwort wählen lassen. Dann müsstest Du die WordPress-Einstellungen nicht aufrufen und das Passwort für den Administrator dort ändern. Das ist ein bisschen unsinnig, um ehrlich zu sein.

Bedienkomfort

4.6

Es ist definitiv benutzerfreundlich … zumindest meistens

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Als Web-Designer und Entwickler möchte ich zunächst das Design-Team von Bluehost loben. Es ist keine einfache Aufgabe, zu verstehen, was Anwender wirklich brauchen.

Von Anfang an habe ich mich wohlgefühlt. Beruhigendes Blau und Weiß, eine klare Seitenstruktur und eine detaillierte Auflistung der Unterschiede bei den Hosting-Paketen. An dieser Stelle könnten sich viele andere Website-Hosting-Firmen eine scheibe abschneiden.

Ein Konto bei Bluehost erstellen

Die Wahl eines Pakets ist einfach und dann musst Du nur den Prozess der Anmeldung durchlaufen. Ich habe mir ausgesucht, eine eigene Domain zu verwenden und habe dann meine persönlichen Daten eingegeben. Danach folgten Zahlungsinformationen und schon war ich offiziell bei Bluehost registriert! Ich musste nur noch ein Passwort festlegen.

Nachdem ich ein Passwort eingegeben und auf Konto Erstellen geklickt hatte, bekam ich eine Fehlermeldung.

Ich habe das Passwort nochmals eingegeben und eine Fehlermeldung erhalten, dass ich kein Passwort nutzen darf, das ich vorher schon in Verwendung hatte. Also habe ich wieder ein neues versucht und eine weitere Fehlermeldung bekommen. Nach dem dritten Passwort und einer dritten Fehlermeldung habe ich mich für einen anderen Ansatz entschieden.

Ich habe die Homepage von Bluehost geöffnet und auf Login geklickt. Dort habe ich meinen Anwendernamen und mein letztes Passwort eingegeben. Das hat funktioniert. Sollte Dir etwas Ähnliches passieren, dann probiere es einfach mit einer Anmeldung. Ich kann mir nicht erklären, warum es zu diesen Fehlermeldungen kommt.

Eine komplette Schritt-für-Schritt-Beschreibung meiner Registrierung inklusive Screenshots finedst Du hier.

Installation von WordPress und Anbindung einer Domain

Nachdem Du an Deinem Konto angemeldet bist, gibst Du die Daten für Deine Website ein. Das ist genauso, als würdest Du einen Softaculous Autoinstaller benutzen. Im Anschluss beantwortest Du diverse Fragen.

Ich habe aber den Eindruck, als hätten meine Eingaben nicht viel bewirkt. Dennoch habe ich mich für einen Moment besonders gefühlt. Wähle eine Theme, wenn Du das möchtest (ich habe es übersprungen) und im Anschluss wirst Du wieder zum Dashboard von Bluehost umgeleitet.

Ein detaillierter Bericht über den Installationsvorgang und meine Erfahrungen mit dem Anbinden einer Domain findest Du hier.

Halb Kontoeinstellungen, halb Begrüßungsbildschirm

Die Gestaltung des Dashboards ist gut. Mit meiner To-Do-Liste war ich ganz glücklich und ich habe angefangen, mir die Funktionen anzusehen. Immer wenn Du den Reiter wechselst, erscheint ein Begrüßungsbildschirm, der Dir eine Einführung zum entsprechenden Thema gibt.

Die Sache ist die, dass der Bildschirm ziemlich oft erscheint und die Ladezeit dafür immer 2 bis 3 Sekunden ist. Am Ende bist Du mehr als genug eingewiesen und ich wünschte, die Benutzererfahrung wäre an dieser Stelle etwas reibungsloser. Ein modernes Design ist etwas verschwendet, wenn es zu gleichen Hälften aus Funktionen und Begrüßungsbildschirmen besteht.

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Abgesehen davon vergiss nicht, Dein Passwort bei WordPress zu ändern. Ich kenne das Standard-Passwort an dieser Stelle nicht und der Kundenservice konnte diese Frage auch nicht beantworten.

Performance

4.7

Tolle Leistung und zuverlässige Laufzeit

Nachdem ich meinen einfachen WordPress-Auftritt – Die geliebten Burritos – eingerichtet hatte, entschied ich mich für das Theme Twenty Nineteen. Es ist ein einfaches Theme und ich habe keine zusätzlichen Media-Dateien hinzugefügt. Auf diese Weise sollten wir ein gutes Gefühl dafür bekommen, was Bluehost so zu bieten hat.

Im ersten Schritt wurden Ladegeschwindigkeiten der Seiten und die Leistung der Website an sich gemessen. Das erledigt der Sucuri Load Time Tester!

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Was können wir daraus lernen? Einige Dinge, um genau zu ein. Zunächst einmal verrät Bluehost den Standort seiner Rechenzentren nicht. Aber die schnellsten Ladezeiten sehen wir in Montreal (Kanada) und in einigen Westeuropäischen Städten. Für Asien und fast die gesamten USA sieht es weniger vielversprechend aus.

Beachte aber, dass die echten Geschwindigkeiten der Website langsame sein werden. Ein paar hochauflösende Bilder, einige zusätzliche Plugins und ein Besucher aus San Francisco muss vielleicht lange 2 bis 3 Sekunden warten, bis sich die Website geladen hat.

Anhand dieser Ergebnisse würde ich Dir raten, dass Du sehr genau darüber nachdenkst, woher Deine Zielgruppe kommt. Befindet sie sich außerhalb des grünen Bereichs, dann solltest Du vielleicht besser auf einen anderen Web-Hoster setzen.

OK, weiter zu GTMetrix.

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Unsere einfache Website macht sich ganz gut. Bluehost hat Server-seitige Optimierungen implementiert. Damit ist zum Beispiel Kompression mit GZIP gemeint. Außerdem stellt der Anbieter ein Plug-In zur Verfügung, das sich um das Caching kümmert.

Werfen wir abschließend einen Blick auf die Laufzeit. Die meisten Hosting-Unternehmen werben mit einer Laufzeit von 99 % oder sogar 99,9 % und garantieren diese auch. Wir wissen natürlich alle, dass 100 % etwas unrealistisch ist, aber es wäre das erstrebenswerte Ziel.

Überraschend an dieser Stelle ist, dass Bluehost hier überhaupt keine Angaben macht. Das Wort „Laufzeit“ oder „Uptime“ wird fast gar nicht erwähnt. Das stimmt nachdenklich.

Ein gutes Zeichen ist das normalerweise nicht. Man bekommt fast den Eindruck, dass Bluehost etwas zu verbergen hat. Deswegen habe ich meine Website mithilfe von UptimeRobot überwacht. Ein paar Tage sind nicht besonders aussagekräftig, aber ich kann eine Laufzeit von 99,94 % melden. Das ist nicht schlecht, aber auch keine Garantie, das es dauerhaft so ist.

Nun stelle ich mir an dieser Stelle die Frage: Glaubt Bluehost, dass Laufzeit nicht erwähnenswert ist? Sid die für die Inhalte verantwortlichen Leute der Meinung, dass es kein Verkaufsargument ist?

Was schließen wir aus diesen Ergebnissen? Für mich ist das größte Problem das Ding mit dem Rechenzentrum. Es ist einfach lächerlich, dass Du nicht weißt, wo Deine Website physisch gehostet ist. Wie Du in der Grafik siehst, variiert die Leistung global je nach Standort.

Unterstützung

4.0

So sieht eine schlechte Erfahrung mit dem Kundenservice aus

Auf dem Papier bietet Bluehost 24/7 Kundenservice via Live Chat und Telefon. Die Realität sieht aber anders aus und an dieser Stelle versagt der komplette Service. Der Kundenservice ist nicht nur schlecht, sondern komplett rückschrittlich.

Meine erste Konversation mit dem Bluehost-Team war noch vor dem Kauf des Pakets. Ich habe das Unternehmen via Live Chat kontaktiert, meine Details hinterlegt und wurde dann schnell mit einem Mitarbeiter der Sales-Abteilung verbunden. Nach der ersten Kontaktaufnahme musste ich immer mindestens eine Minute auf jede einzelne Antwort warten.

Zwanzig Minuten im Chat, nur um zu fragen, ob es ein monatliches Abonnement gibt und wie die Geld-Zurück-Garantie funktioniert, ist ein bisschen viel.

Allerdings war ich nicht darauf vorbereitet, was mich danach erwartete. Nachdem ich mein Konto angelegt hatte, suchte ich nach einer Möglichkeit, den Kundenservice über mein Kundenportal zu kontaktieren. Nichts. Lediglich ein „?“-Symbol leitete mich zum allgemeinen Hilfezentrum zu Bluehost um. Dort bekam ich dann die Möglichkeit, mich abermals anzumelden.

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Ich habe auf Login geklickt und wurde dann wieder zum Kundenportal umgeleitet. Ein Klick auf das Hilfe-Symbol führte wieder zum Hilfezentrum. Mir ist nichts anderes eingefallen, als wieder die Chat-Option wie beim ersten Mal vor der Registrierung zu benutzen. Nun habe ich aber auf existierender Kunde geklickt.

Binnen weniger Sekunden konnte ich mich mit einem Mitarbeiter unterhalten, der nach den letzten vier Zeichen meines Passworts fragte, um mich zu verifizieren. Wie bitte? Mein Neffe ist noch ein Kleinkind und selbst der weiß, dass Du Dein Passwort NIEMALS teilst – das gilt auch für einen Teil davon.

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Etwas verdutzt habe ich die Mitarbeiterin gefragt, ob sie denn mein Passwort sehen und mit den von mir angegebenen Zeichen vergleichen könnte. „Leider nein“, sagte sie. Ich möchte an dieser Stelle in aller Deutlichkeit klarstellen: sollte sie mein Passwort sehen können, dann wäre das eine Datenschutzverletzung der höchsten Kategorie.

Was passiert, wenn Du vier Zeichen Deines Passworts mit jemandem teilst? Du machst es anderen sehr viel einfacher, es zu hacken. Ich habe meine Bedenken zum Ausdruck gebracht und nur dann hatte ich eine zweite Option vor eine Verifizierung bekommen. Das war ein Token via E-Mail.

Können Sie Deine Identität nicht einfach verifizieren, weil Du angemeldet bist? Anscheinend nicht. Die Systeme sind nicht miteinander verbunden. Immer wenn Du den Kundenservice kontaktierst, musst Du irgendeine Verifizierung zur Verfügung stellen. Das ist ganz einfach die schlimmste und unsicherste Methode, die mir jemals untergekommen ist.

Ich habe trotzdem mitgespielt (mit einem Passwort, das ich speziell für Bluehost angelegt habe!) und wurde „verifiziert“.

Ich habe nach einer einfacheren Methode zur Kontaktaufnahme gefragt. Zu meiner Überraschung hat mich der Kundenservice zu einer alten cPanel-Seite umgeleitet, in der es unten einen entsprechenden Link geben sollte. Am unteren Ende gab es einen Link zu oDesk. Seit 2014 ist die Firma als Upwork bekannt, aber einen Link zum Kundenservice habe ich nicht entdeckt.

Nachdem mir klar geworden ist, dass die Mitarbeiterin keine Ahnung, worüber sie spricht, habe ich einen neuen Chat gestartet. Auch hier musste ich wieder verifiziert werden. Ich habe abermals nach einer besseren Methode gefragt, um den Kundenservice zu kontaktieren. Ich musste etwas warten, bis der Mitarbeiter bei einer „höheren Instanz“ nachgefragt hatte.

Nach einer Wartezeit von zirka 15 Minuten habe ich die Antwort bekommen, dass es keine bessere Möglichkeit gibt, mit dem Kundenservice Kontakt aufzunehmen.

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Ich wollte einfach nur noch fertig werden. Deswegen habe ich nach einem Nameserver gefragt, um meine Domain anzubinden. Nachdem ich die Information erhalten habe, versuchte mir der Mitarbeiter gleich noch einen Service zu verkaufen, den ich nicht gebraucht habe.

Meine letzte Bitte war, dass SSL installiert wird. Der Kundenservice sagte mir, dass es zirka 1 bis 2 Stunden dauert. Das war auch der Fall. Nur zum Vergleich sage ich Dir, dass andere Hosting-Anbieter das in vier Minuten erledigen.

Das Fazit an dieser Stelle? Der Kundenservice ist langsam und wirklich schlecht organisiert. Es gibt keine Dokumentation und die meisten Mitarbeiter kennen sich nicht besonders gut aus. Du musst dann einfach warten – lange. Bitte verzeiht mir, dass ich den telefonischen Kundenservice nicht getestet habe.

Preise

4.4

Mindestens Ein-Jahres-Abonnements zu durchschnittlichen Preisen

Bluehost hat eine einfache Preisstruktur. Der Provider bietet sogenanntes Shared Hosting, VPS und dedizierte Server-Lösungen an. Neben den normalen Hosting-Angeboten kannst Du auch „maßgeschneidertes“ WordPress Hosting auswählen.

Bei Bluehost bedeutet die Beschreibung „maßgeschneidert“ im WordPress-Paket, dass Du im Gegensatz zum normalen Paket, bei dem Du jedes CMS (Content Management System) installieren kannst, auf WordPress beschränkt bist. Ansonsten sind die Pakete ziemlich gleich.

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Es gibt auch noch Pakete, die sich „WP Pro“ und „eCommerce“ nennen. Das ist im Grund genommen Shared WordPress Hosting mit einigen Zusatzleistungen und ein paar vorinstallierten Plugins. Das ist nichts Spezielles an dieser Stelle.

Jeden Hosting-Typ gibt es in Form von drei oder vier Paketen. Die erweiterten Pakete enthalten mehr Speicherplatz und die Möglichkeit, eine unbegrenzte Anzahl an Websites zu hosten. Alle Pakete enthalten im ersten Jahr eine kostenfreie Domain.

Du kannst Abonnements für die Pakete für ein, zwei der drei Jahre abschließen. Bist Du an monatlichen Zahlungen interessiert, dann ist Bluehost nichts für Dich.

Wie sieht es mit den Preisen an sich aus? Die sind gar nicht so schlecht. Es sind vielleicht nicht die günstigsten Pakete auf dem Markt, aber auf jeden Fall erschwinglich. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn Du ein Abonnement über drei Jahre abschließt.

Solltest Du das Paket drei Jahre lang kaufen? Das denke ich nicht. Persönlich bin ich kein großer Fan von Paketen, bei denen ich drei Jahre im Voraus planen muss. Die Anforderungen können sich jeden Monat oder sogar täglich ändern.

Wähernd der Kaufabwicklung findest Du heraus, dass Dir Bluehost „per Standard“ einige Dinge zusätzlich verkaufen möchte. Sie haben Dir das Nachdenken abgenommen, ob Du ein paar zusätzliche Services abonnieren willst und den Haken für Dich gesetzt. Das finde ich nicht so toll.

Beachte, dass Du diese Services später immer noch extra buchen kannst. Bist Du an dieser Stelle nicht vorsichtig, dann verdoppeln oder verdreifachen sich die Kosten schnell. Deswegen würde ich bei allen den Haken entfernen.

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Bei den Zahlungsoptionen kannst Du Dich zwischen Visa, MasterCard, Discover, American Express und PayPal entscheiden. Jedes Abonnement verlängert sich automatisch und es liegt an Dir, wenn Du die Einstellung ändern möchtest.

Das Konto kündigen

Nachdem ich den Test von Bluehost abgeschlossen hatte, war es an der Zeit, Abschied zu nehmen. Das Unternehmen bietet eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie. Angenehm ist an dieser Stelle, dass die Kündigung und die Rückerstattung problemlos und genau wie versprochen funktionierten.

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Nachdem ich den Kundenservice via Chat kontaktiert hatte und meine Authentifizierung nochmals überprüft wurde, musst ich die Kündigung nur bestätigen. Der Mitarbeiter sagte mir, dass es 5 bis 7 Arbeitstage dauert, bis die Rückerstattung eintrifft. Nach nur 3 Tagen hatte ich mein Geld wieder und es wurde auf meine Kreditkarte überwiesen.

Hier kannst Du meine Erfahrungen Schritt für Schritt nachlesen.

Bei der Bestellung jeglicher Hosting-Dienste von Bluehost ist eine kostenlose Domain inklusive

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de
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1
Michael Ackmann
Deutschland
persist1.com
1
Furchtbarer Support

Der Support hilft einen nicht wirklich weiter. Es wird gesagt, es liegt am Cache. Dann wird der Cache nach Anleitung des Supports gelöscht. Es funktioniert immer noch nicht. Die einzige Aussage ist, bei Ihnen würde es funktionieren und es läge trotzdem am Cache. Ein furchtbarer Hoster, den man nur wählen sollte, wenn man gewillt ist viel Zeit und Geld zum Fenster rauszuwerfen.

1
guest
Deutschland
1
One star is to much for this hoster

One star is to much for this hoster. Only incompetent people working there. They have cause to much Issues on my Homepage. Never take a hosts service from them.It kills your digital project.

Fazit zu Bluehost

Glaube mir, wenn ich Dir erzähle, dass ich daran gezweifelt habe, ob Bluehost einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ich habe schon gute Dinge darüber gehört, aber ich hatte auch den Eindruck, dass der Anbieter nicht mehr das ist, was er einst war.

Das Unternehmen wurde verkauft und der Gründer hat das Unternehmen verlassen. Die Belegschaft wurde „optimiert“ und der Kundenservice outgesourct. Das hat alles nicht wirklich vielversprechend geklungen. Sehe ich mir andere Webhoster mit einer ähnlichen Geschichte an, dann wäre meine erste Reaktion gewesen, die Finger davon zu lassen.

Nachdem ich Bluehost selbst getestet habe, muss ich aber zugeben, dass der Anbieter nicht so schlecht ist. Die Pakete sind ziemlich großzügig bei den grundlegenden Ressourcen und der Service ist ziemlich benutzerfreundlich. Der Kundenservice ist unterdurchschnittlich und das Passwort-Debakel war ziemlich beunruhigend, aber ich habe auch schon wesentlich schlimmere Hosting-Anbieter gesehen.

Solltest Du Dich nun für Bluehost entscheiden? Ehrlich gesagt glaube ich, Du solltest das nicht tun.

Du bist Dir immer noch nicht sicher, ob es der richtige Webhoster für Dich ist? Sieh Dir unseren Beitrag zu den am meisten empfohlenen Web Hostern an und erfahre mehr zu dem Thema.

Auch wenn Deine Ansprüche einfach sind, warum solltest Du Dich nicht für eine tolle Option entscheiden? Warum solltest Du nicht die komplette Leistung eines qualitativ hochwertigen Hostings nutzen, wenn Du sie bekommst? Sie Dir WPEngine, Flywheel oder Hostinger an, bevor Du eine Entschaidung fällst. Sie sind sehr benutzerfreundlich und einfach meilenweit voraus.

Ben Sarid
Ben Sarid
Ben ist ein begeisterter Webentwickler, der am liebsten ganz tief in den Code abtauch, um tolle Funktionalitäten zu kreieren - sei es im Backend oder im Frontend. Er ist stets auf der Suche nach dem besten Webhosting-Anbieter der Welt, versucht dabei aber auch, Zeit für seine anderen Interessen zu finden: Comics, Reisen und Hausmannskost.

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