Wie Du zu Deiner Jimdo-Webseite einen Online-Shop hinzufügst

Wie Du zu Deiner Jimdo-Webseite einen Online-Shop hinzufügst

Hendrik Human
Hendrik Human
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Jimdo ist eine unterhaltsame und anfängerfreundliche Möglichkeit, eine eigene Webseite ins Internet zu bringen. Der Dienst bietet Dir sogar die Möglichkeit, einen eigenen Online-Shop aufzubauen.

In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erklären wir Dir detailliert, wie Du auf Jimdo einen Online-Shop einrichtest. Wir werden den Jimdo-Shop installieren, Produktseiten erstellen und alle weiteren Schritte durchführen, die für einen erfolgreichen Verkaufsstart notwendig sind.

Wenn Du wissen möchtest, was Jimdo sonst noch so zu bieten hat, dann lies Dir mein detailliertes Jimdo–Review durch.

Ein paar Worte zu Jimdo’s E-Commerce-Preisen und Features

Du benötigest mindestens den Business-Tarif oder einen noch besseren Tarif, um alle E-Commerce-Funktionen von Jimdo nutzen zu können. Aber auch im Pro- und sogar dem Free-Tarif kannst Du einen Großteil der E-Commerce-Funktionen zumindest testen und eine begrenzte Anzahl von Produkten (5 Produkte im Free-Tarif und 15 im Pro-Tarif) unter Nutzung von PayPal verkaufen.

Der Dolphin-Builder von Jimdo hat eigene Tarife. Der Dolphin-Ecommerce-Tarif ähnelt dem normalen Business-Tarif, bietet aber keine unbegrenzte Bandbreite und keinen unbegrenzten Speicher.

Wenn Du nur einen sehr kleinen Shop benötigst, der auf PayPal als Zahlungsmittel eingeschränkt ist, kannst Du Dir auch in den Free- oder Pro-Tarifen einen Shop einrichten.

Da ich einige der erweiterten Funktionen testen wollte, habe ich mich für den Business-Tarif angemeldet.

Was bietet Jimdo E-Commerce (und was nicht)?

Jimdo erhebt keine Transaktionsgebühren, egal welchen Tarif Du wählst (es können aber Bearbeitungsgebühren des genutzten Zahlungsanbieters anfallen).

Leider kannst Du mit Jimdo nicht über Kanäle wie Ebay, Amazon oder Social-Media-Seiten verkaufen.

Jimdo bietet keine direkt Unterstützung für den Verkauf digitaler Produkte. Es gibt jedoch einen Workaround. Du kannst eine reguläre Produktseite und eine versteckte, kennwortgeschützte Seite mit einem herunterladbaren Element erstellen.

Wenn jemand das Produkt kauft, wird der Verkauf nicht über das Inventar, den Warenkorb oder die Auftragsverwaltung Deines Shops abgewickelt. Du musst dem Kunden stattdessen manuell per E-Mail den Link zur Seite und das Passwort senden.

Ein weiteres Feature, das man bei Jimdo vergeblich sucht, sind Produktkategorien. Du kannst zwar für jede Produktkategorie eine eigene Seite erstellen. Dies ist jedoch nicht wirklich hilfreich, wenn Du Deinen Shops auf Basis von Kategorien organisieren möchtest.

Schritt für Schritt: So richtest Du bei Jimdo einen Online-Hop ein

Obwohl es zunächst nicht ganz offensichtlich ist, wie man Produkte zum eigenen Shop hinzufügen kann, geht es nachher umso leichter, nachdem man es erstmal verstanden hat. Im Jimdo Creator erstellst Du Produkte auf die gleiche Art und Weise, wie Du auch alle anderen Elemente auf Deinen Seiten erstellst.

Fahre mit der Maus über den Bereich, in welchen Du ein Produkt einfügen möchtest und klicke auf „Inhalt hinzufügen“:

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Klicke dann auf  ‘Shop-Produkt’:

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Anschließend wird das Produktelement-Fenster geöffnet, in dem Du alle Details zu dem Produkt eingeben musst. Du kannst mehrere Bilder hochladen, eine Produktbeschreibung hinterlegen und Produktvariationen einrichten.

Es gibt auch Felder für Gewicht, Menge und die grundlegenden Versandoptionen. Im Vergleich zu anderen Shop-Systemen sind die Einstellmöglichkeiten hier aber nicht besonders vielfältig.

Ein ziemlich großer Nachteil ist, dass Du Bilder nicht bestimmten Produktvariationen zuordnen kannst. Wenn Du beispielsweise ein T-Shirt in einer grünen und einer gelben Variation verkaufst, gibt es keine Möglichkeit, bei Auswahl des gelben T-Shirts auch automatisch das Bild des gelben T-Shirts in den Warenkorb zu bringen.

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Sie musst auch einige Informationen wie Versandzeit, Verfügbarkeit und Währung im Backend Deines Shops anpassen.

Du kannst die Varianten auch dazu nutzen, um spezielle Sonderangebote, wie z.B. ein „Zwei zum Preis von Einem“-Special zu erstellen.

Hier ein Beispiel, wie ich einen Rabatt für den Kauf von zwei Artikeln eingerichtet habe. Im ersten Schritt habe ich eine Variante mit der Menge 2 erstellt. Anschließend habe ich den Preis dieser Variante gesenkt, sodass sie preiswerter als der Kauf von zwei Einzelprodukten war. Ich hätte auch das Gewicht verdoppeln können:

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Wenn der Hinweis “Bitte vervollständigen Sie Ihr Profil” am unteren Bildschirmrand angezeigt wird, dann folge einfach dem Link und fülle das angezeigte Formular aus. Dabei handelt es sich nur einige grundlegende Details, die Jimdo für die Freischaltung Deines Shops benötigt:

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Unter den grundlegenden Informationen findest Du einige wichtige Einträge zu den Themen Steuern, Produktverfügbarkeit und Versand.

Du kannst wählen, ob Steuern in den angegebenen Preisen berücksichtigt werden sollen. Wenn Du die Steuerberechnung aktivierst, führt Jimdo die Berechnung der Brutto-Preise automatisch für Dich durch. Lässt Du diese Checkbox hingegen inaktiv, musst Du selbst sicherstellen, dass Deine Preise die jeweils zu zahlende Steuer enthalten.

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Obwohl dies kein besonders leistungsstarkes Steuerberechnungswerkzeug ist, kannst Du hier zumindest problemlos den Mehrwertsteuersatz Deines Landes hinterlegen. Deinen Kunden wird der Steueranteil automatisch mit angezeigt.

Die Funktion zur Anzeige der Artikelverfügbarkeit ist auch ziemlich einfach gehalten, aber trotzdem sehr nützlich. Du kannst die Texte, die bei verfügbaren und ausverkauften Artikeln angezeigt werden sollten, beliebig anpassen. So könntest Du beispielsweise “Ausverkauft” in “Entschuldigung, aber der Artikel ist leider aktuell nicht vorrätig” ändern, um dem Ganzen eine persönliche Note zu verleihen.

Wenn Du die entsprechende Checkbox aktivierst, zeigt Jimdo automatisch einen Hinweis auf einen begrenzten Lagerbestandsmeldung an, wenn der Lagerbestand den eingestellten Schwellenwert unterschritten hat:

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Die Beschreibungen der Versanddauer ist etwas limitiert. Es gibt keine in Echtzeit berechneten Versandzeiten oder einen Abgleich mit den genutzten Spediteuren. Du kannst bestimmte Versandzeiten festlegen, die sich danach richten sollten, wie lange der Spediteur normalerweise benötigt. Es gibt auch keine automatische Paketverfolgungs-Funktion.

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Dies sind die wichtigsten Einstellungen für Deinen Shop. Die restlichen Arbeiten (wie das Anpassen der Schaltflächenbeschriftungen oder das Nummerieren der Produkte) sind verglichen damit nur Makulatur.

Nun ist es an der Zeit, Deine Zahlungsoptionen einzurichten. Klicke dazu im Menü auf „Shop“ und gehe anschließend zu den “Zahlungsoptionen”. Wähle hier einfach die gewünschte Option aus (Du kannst auch mehrere Optionen auswählen).

Wenn Du Stripe nutzen möchtest, aktiviere die entsprechende Checkbox und klicke auf die Schaltfläche “Stripe verknüpfen”. Du wirst zu einer Seite weitergeleitet, auf der Du Dich entweder bei Deinem bestehenden Stripe-Konto anmeldest (wodurch Stripe mit Jimdo verknüpft wird) oder ein neues Konto erstellst:

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Das Formular ist ziemlich lang und Du musst alle Bankdaten, Steuerinformationen, etc. angeben, die Stripe benötigt.

Wenn Du ein PayPal-Konto besitzt, kannst Du durch Eingabe Deiner PayPal-API-Details PayPal als Zahlungsmethode hinzufügen. Im PayPal-Bereich gibt es einen Link zu einem Tutorial, dass die dafür nötigen Schritte beschreibt:

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Das Abrufen der API-Zugangsdaten von PayPal funktioniert recht einfach und schnell. Du musst nur über die PayPal-Seite Deine API-Berechtigung anfordern. Daraufhin erhältst Du die Informationen, die Du zur Aktivierung der PayPal-Zahlungsmethode in die drei Felder bei Jimdo eingeben musst.

Alle anderen Zahlungsmethoden sind Vereinbarungen, die Du persönlich mit dem Käufer triffst. Du kannst also nur einen speziellen Hinweis anzeigen, wenn der Käufer diese Option auswählt. Du könntest dem Käufer beispielsweise mitteilen, wo die Artikel gegen Barzahlung abgeholt werden sollen oder wie er Dir das Geld vor Versand überweist.

Ein weiteres nützliches Tool von Jimdo ist die Testbestellungs-Funktion. Mit dieser kannst Du den Kaufvorgang genau so durchlaufen, wie Dein Kunde es tun würde. Um den Verkauf eines Produkts zu testen, musst Du nur eine Vorschau Deiner Webseite aufrufen, die Produktseite aufsuchen, auf “In den Warenkorb” klicken und dann zur Kasse gehen. Daraufhin erscheint folgende Standard-Jimdo-Bestellseite:

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Spiele einfach die komplette Bezahlprozedur einmal durch und wähle als Zahlungsmethode “Testbestellung” aus:

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So kannst Du den gesamten Ablauf bis zur Bestellbestätigungsseite durchspielen. Auch diese Seite kannst Du an Deine Bedürfnisse anpassen, insofern ist es gut zumindest einmal einen Blick auf das tatsächliche Layout zu werfen:

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Du wirst für Deine Testbestellung auch eine Bestätigungs-E-Mail erhalten, wie sie später auch Deine Kunden erhalten werden:

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Das ist so ziemlich alles, was Du tun musst, um Deinen Shop bei Jimdo einzurichten. Es ist keine wirklich komplizierte Prozedur und kostet im Vergleich zu den meisten anderen Website Buildern auch nicht viel Zeit. Insgesamt habe ich etwa eine Stunde benötigt, um alles vorzubereiten und eine Testbestellung durchzuspielen.

Die Verwaltungsoberfläche für den Shop ist sehr übersichtlich:

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Das Bestandsverwaltungspanel funktioniert auf sehr ähnliche Weise. Jeder von Dir erstellte Verkaufsartikel wird automatisch hier aufgeführt. Jimdo zieht automatisch alle Verkäufe vom Inventar ab und zeigt entsprechend “Ausverkauft” an, wenn der Artikel nicht mehr auf Lager ist:

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Auch Gutscheincodes lassen sich sehr bequem erstellen:

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Nachdem Du einen Gutscheincode erstellt hast, musst Du ihn natürlich per E-Mail, Social-Media-Kanäle oder Deine Webseite verteilen.

Jimdo Creator vs Jimdo Dolphin Ecommerce

Dolphin ist ein KI-basierter Builder, der Dir ein komplettes Webseiten-Design auf Grundlage eines kurzen Fragebogens erstellt, in dem Du Deine Anforderungen an Funktionalität und Design der Webseite definierst.

Da dieser Modus sich speziell an Benutzer richtet, die nicht so viel Zeit mit der Gestaltung ihrer Seite und ihres Shops verbringen möchten, bietet er auch wesentlich weniger Anpassungsmöglichkeiten.

Die Tools zur Erstellung eines Online-Shops funktionieren im Dolphin-Builder ein bisschen anders, was die ganze Sache meiner Meinung nach etwas erleichtert.

Zum Beispiel kannst Du neue Produkte direkt über die Hauptmenüleiste erstellen. Es wird automatisch ein Shop-Menüeintrag auf Deiner Webseite erstellt:

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Die Verwaltungsoberfläche des Shops ist ebenfalls einfacher gehalten. Wenn Du mit dem Aufbau Deines Shops beginnst, wirst Du sogar Schritt für Schritt durch alle erforderlichen Einstellungen geführt:

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Dolphin ist ein guter Weg, wenn Du nach einer noch bequemeren und schnelleren Möglichkeit zur Einrichtung eines Online-Shops suchst. Aber dafür sind die E-Commerce-Funktionen im Vergleich zum Creator-Modus eingeschränkt. Du kannst bezüglich Versand, Zahlung und Produktvarianten deutlich weniger Einstellungen vornehmen.

Das moderne Design des Shops und der Produktseiten sowie die Verwaltungstools gefielen mir allerdings sehr.

Ein anfängerfreundlicher Weg, um einen einfachen Online-Shop einzurichten

Selbst wenn Du mit Website Buildern noch nicht vertraut bist, solltest Du kaum länger als einen Nachmittag brauchen, um Deine Produktseiten zu erstellen, Deine Zahlungsmethoden zu definieren und über Deinen Jimdo-Shop die ersten Artikel zu verkaufen.

Du solltest aber wissen, dass die E-Commerce-Funktionen von Jimdo im Vergleich zu manch anderem einsteigerfreundlichen Website Builder etwas eingeschränkt sind.

Wenn Du einen Website Builder suchst, der fast genauso einfach zu bedienen ist wie Jimdo, jedoch mit etwas erweiterten E-Commerce-Funktionen aufwartet, würde ich Dir Weebly empfehlen. Wix ist ebenfalls eine gute Alternative für Benutzer, die nach einem etwas komplexeren und funktionsreicheren Website Builder suchen.

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